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Verbändestellungnahme zur fachgerechten Entsorgung und zum Recycling asbesthaltiger Bau- und Abbruchabfälle


Der im „Nationalen Asbestdialog“ diskutierte Umgang mit Asbestfunden in Spachtelmassen und Fliesenklebern, auf welche der GVSS in 2015 erstmals mit dem VDI/GVSS-Papier “Asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber in Gebäuden – Diskussionspapier zu Erkundung, Bewertung und Sanierung” öffentlich verwiesen hat, sowie auch aktuelle Asbestfunde aus 2018, wie Abstandhalter und Mauerstärken / Spannhülsen im Betonabbruch und die in Berlin/Brandenburg auf Grundlage des SBB-Merkblattes zur Entsorgung asbesthaltiger Dachpappenabfälle diskutierten Probleme in der Praxis waren Grundlage für eine Abstimmung von acht Verbänden zur praxistauglichen Ausgestaltung des Rechtsrahmens zum Umgang mit asbesthaltigen Bau- und Abbruchabfällen, damit zukünftig auch die Verwertung gering belasteter Materialien erfolgen kann.

Die parallel in der LAGA laufende Diskussion zur LAGA M 23, welche im Kapitel 6 zum Umgang mit Asbest ausführt, dass „kein Asbest“ in Recyclinganlagen gelangen darf, muss dringend präzisiert werden, um Missverständnisse auszuräumen und das Recycling nicht lahm zu legen. Der gemeinsame Verbändevorschlag zum Umgang mit Asbestabfällen ist ein Statement an BMU und LAGA und verfolgt das Ziel einen rechtssicheren Rahmen für einen pragmatischen Umgang mit asbesthaltigen Bau- und Abbruchabfällen zu schaffen.