01. Juli 2025
Presseinformation
Synergien im Verbändewesen –
BRB, IGAM, GVSS und Gütegemeinschaft Schadstoffsanierung arbeiten künftig eng zusammen
Ab 1. Juli beziehen die Bundesvereinigung Recyclingbaustoffe (BRB), der Gesamtverband Schadstoffsanierung (GVSS), die Gütegemeinschaft Schadstoffsanierung und die Interessengemeinschaft der Aufbereiter und Verwerter von Müllverbrennungsschlacken (IGAM) ihre neuen Büroräume in der Reinhardtstraße 16 in Berlin.
Damit verstärken sie operativ und partnerschaftlich ihre politische und administrative Verbandsarbeit, für die Sandra Giern und Maximilian Meyer bereits seit einigen Jahren in den Verbänden als Geschäftsführer aktiv sind.
Mit dem Bezug der neuen Büros ist künftig auch eine stärkere räumliche Nähe zu den Verbänden der mineralischen Rohstoffe gegeben. Der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e.V. (bbs), welcher als Dachverband die wirtschafts- und industriepolitischen Interessen seiner Mitglieder aus den Bereichen der mineralischen Rohstoffe/Industrieminerale, Naturstein, Beton, Mauerwerksprodukte, Mineralwolle, (Baustoff-) Recycling, Transportbeton, Zement, Ziegel, Schlacken etc., vertritt, sowie einige Verbände aus diesem Bereich sind bereits an dem Standort aktiv, bzw. ziehen zeitnah in die Reinhardtstraße. Für das neue Büro bedeutet dies, in der großen Gemeinschaft die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft und des Nachhaltigen Bauens zu beraten und Lösungen voranzutreiben.
Die Verstärkung der Zusammenarbeit ist notwendig
Ein Großteil der älteren Bestandsgebäude in Deutschland und die für deren Errichtung damals verwendeten Baustoffe stellen für den heutigen Rückbau, die Bestandssanierung sowie das Recycling eine Herausforderung dar. Es muss bei heutigen Eingriffen mit vielfältigen Schadstoffvorkommen an unterschiedlichsten Stellen in Gebäuden und technischen Anlagen gerechnet werden, weiterhin ist eine sortenreine Rückgewinnung von mineralischen Rohstoffen, bei der seinerzeitigen Verwendung von Verbundmaterialien, nur bedingt gegeben. Ein koordinierter Rückbau, bei dem anfallende Stör- und Gefahrstoffe ausgeschleust werden und die Qualität der weiteren mineralische Rohstoffe qualifiziert beschrieben wird, um diese dann hochwertig in den Anlagen der Recyclingbranche aufzuarbeiten, ist Grundvoraussetzung für den Wiedereinsatz der mineralischen Stoffströme im Tief- und Hochbau.
BRB-Vorstand Michael Stoll sieht die großen Chancen der Neuaufstellung und wertet sie schon jetzt als Gewinn: „Themen, die auch uns im Baubestand begegnen bzw. für den Neubau der Zukunft benötigt werden, können direkt mit den Kollegen der anderen Verbände besprochen werden. Dies betrifft u.a. die dringend notwendige zeitnahe Novellierung der Ersatzbaustoffverordnung und die Realisierung einer umfassenden und praktikablen Abfallende-Regelung für alle mineralischen Ersatzbaustoffe (MEB)“.
GVSS-Vorstand Olaf Dünger ergänzt: „Ein großer Themenkomplex ist die bundesweite Umsetzung der LAGA M23 und der Gefahrstoffverordnung zum Zwecke der Ausschleusung von Asbest aus mineralischen Stoffkreisläufen. Wir freuen uns daher auf die weitere Zusammenarbeit mit Sandra Giern und Maximilian Meyer und erhoffen uns, durch die Neuausrichtung im neuen Umfeld, Rückenwind für unseren Kurs der Intensivierung unserer gesellschaftspolitischen Präsenz.“
IGAM-Vorstand Dieter Kersting stellt abschließend fest: „Die Kooperation bedeutet einen weiteren Schritt in Richtung Verdichtung der Verbändestruktur und Abstimmung der Aufbereiter hochwertiger Recyclinggesteinskörnungen mit den Produzenten – so zeichnen sich für die HMV-Schlacke vielversprechende Einsatzmöglichkeiten sowohl als Zuschlagstoff oder Gesteinskörnung in Bauprodukten ab, die ein erhebliches Treibhausgaseinsparpotenzial bergen. Aus der engeren Kooperation mit den Produzenten können neue Allianzen entstehen, um die notwendigen Anpassungen der Normungs- und Regelwerke zu erwirken.“