Band 10 der Schriftenreihe Gebäudeschadstoffe und Innenraumluft mit den Schwerpunktthemen:
TRGS 519, Asbest, Radon,
VOC und Schimmel

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Aktuelles


Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V.

Wir bieten Planungs- und Ausführungssicherheit in der Schadstoffsanierung.

DCONex 2021 in Essen abgesagt


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Der nächste DCONex-Fachkongress findet vom 19.01 – 20.01.2022
in Essen statt.

Der GVSS hat gemeinsam mit dem Veranstalter AFAG Messen und Ausstellungen und dem weiteren fachlichen Träger, der Rudolf Müller Mediengruppe, entschieden, dass unter den aktuellen Gegebenheiten eine Durchführung der DCONex zum geplanten Zeitpunkt am 20. und 21. Januar 2021 nicht möglich ist. Die Branche trifft sich nun erst im Januar 2022 wieder in Essen.

Wir bedauern dies sehr, da die Veranstaltung für unsere Branche ein wichtiger jährlicher Treffpunkt ist, um sich persönlich über aktuelle Fragen und Problemstellungen auszutauschen. Die momentane Situation macht es uns aber leider unmöglich, konkrete Planungen für Veranstaltungen im Januar 2021 abzuschließen.

Eine hybride oder komplett digitale Lösung als Alternative scheidet für die DCONex aus, da das Veranstaltungsformat nur bedingt übertragbar ist. Neben den Fachvorträgen stehen die Angebote der rund 30 Aussteller sowie die Möglichkeit zum intensiven Networking im Fokus.

Darüber hinaus ist die für viele Teilnehmer wichtige Fortbildungsanerkennung bei digitalen Lösungen vielfach nicht gegeben.

Der nächste DCONex Fachkongress mit Ausstellung rund um das Thema Schadstoffmanagement findet am 19. und 20. Januar 2022 im Congress Center West der Messe Essen statt.


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Verbändestellungnahme zur fachgerechten Entsorgung und zum Recycling asbesthaltiger Bau- und Abbruchabfälle – Novelle Kreislaufwirtschaftsgesetz – 4. Dialogforum zum Nationalen Asbestdialog


Asbest ist ein Schadstoff, der, historisch begründet, im Gebäudebestand vorkommt. Selbst geringfügige Asbestgehalte in Bauprodukten verhindern nach geltender Rechtslage deren Recycling oder sonstige Verwertung. Dringender Handlungsbedarf ist aufgrund der Sanierungs- und Abbruchtätigkeiten im Baubestand gegeben, der im Rahmen des Nationalen Asbestdialoges unter dem Themenblock “Fachgerechte Entsorgung und Recycling asbesthaltiger Bauabfälle” aufgegriffen wurde.

In diesem Zusammenahng ist auch die Verantwortung des Bauherren als Abfallerzeuger zu klären, jedoch hat das BMU in seinem Referentenentwurf vom 05. August 2019 zur Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie in nationales Recht versäumt, die Abfallerzeugerverantwortung eindeutig zu definieren. Nach der Definition des §3 (8) KrwG im aktuellen Referentenentwurf ist der Bauherr leider nur ein möglicher verantwortlicher Abfallerzeuger.
Eine Korrektur ist dringend notwendig und die eindeutige Verpflichtung des Bauherren ist festzulegen, da sonst auch die vielversprechenden Beschlüsse der Umweltministerkonferenz aus Mai 2019 ins Leere laufen werden und die aktuell laufenden Bestrebungen im Rahmen des Nationalen Asbestdialoges nicht vollständig greifen können.

Es kann nicht im Sinne einer rechtskonformen Kreislaufwirtschaft sein, dass widersprüchliche Rechtsauffassungen in den verschiedenen Rechtsgebieten Bau-, Gefahrstoff- und Abfallrecht, die alle im Rahmen einer Baumaßnahme zu beachten sind, existieren.
Versäumt es der Bauherr, sein Objekt vor Baubeginn qualifiziert auf Gefahrstoffe erkunden zu lassen oder werden Erkundungsergebnisse unzureichend in die Planung der Baumaßnahme eingepflegt (Planungsverantwortung liegt beim Bauherrn!), kann dies – abgesehen von Arbeitsschutzfragen- zu falsch deklarierten und recycelten Abfällen führen.


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Recycling ohne Gefahrstoffe kann knappe Ressourcen ersetzen


Abbruch- und Rückbaumaßnahmen im Gebäudebestand bergen einen großen Schatz der mineralischen Stoffströme Kies, Sand und Zement. Natürlich vorkommende Ressourcen an Fest- und Lockergestein sind im Regelfall in Deutschland vorhanden, deren Abgrabungen stehen jedoch in vielfältigen Nutzungskonflikten. Mit dem aktuellen Bauboom sind bereits gesicherte Versorgungszeiträume bedroht und ein Umdenken ist notwendig um eine Alternative zu den natürlichen Vorkommen zu schaffen und den Flächenbedarf zu reduzieren.

Nur die qualifizierte Beschreibung anfallender Stör- und Gefahrstoffe in den Ausschreibungen von Bau- und Entsorgungsleistungen wird uns die Qualität der Sekundärquellen an mineralischen Rohstoffen erhalten.
Der Gesetzgeber hat auf diese Problematik bereits reagiert und in einem ersten Schritt die Verordnungsermächtigung des Chemikaliengesetzes in 2017 erweitert. Diese enthält nun eine Regelung zu Informations- und Mitwirkungspflichten des Auftraggebers von Tätigkeiten an Bauwerken oder Erzeugnissen über darin vorhandene Gefahrstoffe. (§19 Abs. 3, Nr 16).

Der Stand der Technik ändert sich rapide, die VDI 3876E „Messen von Asbest in Bau- und Abbruchabfällen und daraus gewonnenen Recyclingmaterialien – Probenahme und Analyse“ regelt die Aufbereitung zur Bestimmung geringster Mengen von Asbest im Bauschutt. Die gerade final bearbeitete VDI-Richtlinie 6202 – Blatt 3 „Schadstoffbelastete bauliche und technischen Anlagen – Asbest“ wird speziell die Erkundung und Bewertung von Asbest in baulichen Anlagen regeln.
Es zeichnet sich bereits ab, dass zukünftig mehr kontrolliert werden kann und entsprechend vorab mehr überprüft werden muss. Das wird gravierende Auswirkungen haben auf den in diesem Zusammenhang immer wichtiger werdenden Baubestand. Mit geeigneten Festlegungen zur Ermittlung von Gefahrstoffbelastungen im Vorfeld von Baumaßnahmen können Störstoffe ermittelt und wirtschaftlicher gezielt aus dem Wirtschaftskreislauf ausgeschleust werden in dem sie erst gar nicht in das Recycling gelangen. Diese Botschaft geht an die Planer und Bauherren. Finanzielle Sicherheit wird nur noch über die Beachtung der vollständigen Kreislauffähigkeit erreicht werden können.


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